Interview mit Mike Resnick (2012); deutsch
Mike Resnick ist Autor von zu vielen Büchern, um sie alle aufzuzählen. Um einen Überblick über seine Romane zu erhalten, hilft ein Blick auf seine Homepage. Hier in Deutschland haben wir das Vergnügen, seit kurzem die Abenteuer von Mallory zu erleben, einem seiner Helden, die bei Bastei Lübbe veröffentlicht werden. (Foto: Copyright Hugette) Danke, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Wie sind Sie auf die verrückte Welt gekommen, in der Mallory sich wiederfindet? In der Mitte der 80er Jahre gab es so viele nicht-sehr-gute Fantasyromane, dass jemand, ich glaube, es könnte sogar Bob Silverberg (Anm.: Science Fiction-Autor) gewesen sein, der einen abwertenden Begriff dafür erfand: „Elfen-und-Einhörner Trilogien“. Und als ich mich nach ungefähr 15 aufeinander folgenden Science Fiction-Romanen entschloss, dass es Zeit war, einen Fantasy-Roman zu schreiben, dachte ich, dass es interessant wäre, einen zu schreiben, in dem ein Elf und ein Einhorn auftauchen und der nicht wie diese ganzen wirklich grauenhaften und absolut generischen Elf-und-Einhorn-Bücher ist. Ich habe die Handlung in New York spielen lassen, weil die Leser mit den Sehenswürdigkeiten vertrauter sind als mit denen der meisten anderer amerikanischer Städte. Dadurch würde es ihnen schneller auffallen, die Veränderungen an bekannten Orten zu erkennen, die ich in der Serie benutze, um zu zeigen, dass das nicht genau das Manhattan ist, das man kennt. Das Vampire State Building statt des Empire State Building; Greenwitch Village (etwa: Grünhexendorf) statt Greenwich Village; Madison Round Garden statt Madison Square Garden (also „rund“ statt „eckig“) und so weiter. Der Krimifall ist sehr komplex. Wie ist es Ihnen gelungen, dabei nicht den Überblick zu verlieren? […]