Elizabeth Amber ist die Autorin der sexy Serie „Lords of Satyr“, die in Deutschland von Droemer Knaur veröffentlicht wird. (Foto: Copyright Elizabeth Amber)

Danke, dass Sie sich die Zeit für das Interview nehmen.

Es ist mir ein Vergnügen, Julia.

Ihre Satyr-Serie ist sehr ungewöhnlich und sexy. Im Moment sind Vampire, Engel, Werwölfe – paranormale Kreaturen – sehr gefragt. Warum sollte ich als Leserin Satyre als Helden ausprobieren?

Vielleicht weil Satyre die ultimativen Alpha-Männer sind. Die halb Mensch – halb Satyr Männer in der „Lords of the Satyr“-Serie besitzen einen starken Sextrieb und zugleich einen ausgeprägten Instinkt das zu beschützen, was ihnen gehört. Sie sind überaus loyal gegenüber ihren Ehefrauen, untereinander, gegenüber ihren Familien und gegenüber der Pflicht, die ihnen von ihren Vorfahren übertragen wurde. Das sind die Eigenschaften, die mir als Leser von Liebesromanen gefallen.

Ihre erste Reihe um die drei Brüder ist beendet. Haben Sie geglaubt, dass Sie in diesem Universum für noch mehr Bücher über Satyre würden bleiben können?

Ich wusste, dass ich mehr über die Satyre zu sagen hatte, aber ich wollte frisch mit einem neuen Handlungsort beginnen. Daher versetzte ich die Serie nach „Der Traum des Satyrs“ (Dominic) nach Rom und gab den römischen Satyren ein neues Ziel.

Die Satyr-Familie in der Toskana, bestehend aus Nicholas, Raine, Lyon und Dominic, wurde damit beauftragt, ein Tor zwischen den Welten zu bewachen. Die Familie in Rom, bestehend aus Dane, Bastian, Sevin und Luc, muss Artefakte sicherstellen, die auf dem Forum Romanum ausgegraben werden und von denen viele von ihren Vorfahren aus der Anderswelt erschaffen wurden. Wegen ihrer paranormalen Bestandteile dürfen diese Artefakte nicht in menschliche Hände fallen.

Beide Familien müssen uralte sinnliche Rituale durchführen, die die Sicherheit beider Welten sicherstellen. Ihren körperlichen Sehnsüchten an besonderen Nächten zu folgen ist Glückseligkeit, sie zu verneinen bedeutet ihr Verderben.

Warum haben Sie Italien und diese besondere Zeitspanne für Ihre Bücher ausgesucht?

Meine Wahl fiel auf Italien, weil die mythologischen Satyre die sinnlichen Anhänger von Bacchus sind, des römischen Gottes des Weins. Wenn also wirklich Satyre in dieser Welt wären, würden sie vermutlich durch die Beschäftigung ihrer Vorfahren angezogen werden – der Herstellung von Wein. Und die Toskana ist bekannt für ihre Weingärten. Rom ist bekannt für die uralte Kunst und die Artefakte, die im alten Forum gefunden wurden. Die größten Ausgrabungen fanden im 19. Jahrhundert statt. Ich mag dieses Jahrhundert auch, weil die Kleidung so wunderschön ist und weil die Männer die Zügel der Macht in Händen hielten, was Alpha-Männern sehr passte.

Wie haben Sie für Ihre Bücher recherchiert?

Ich studierte griechisch-römische Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität und habe an einigen Ausgrabungen teilgenommen, daher hatte ich bereits ein wenig Grundwissen über römische Mythologie, Archäologie und den Handlungsrahmen in Italien. Ich las ausführlich über Wein und Weingärten. Ich besuchte Weingärten und beobachtete, wie Trauben und Oliven wuchsen.

Obwohl ich hart daran gearbeitet habe, um den Ort und die historischen Details richtig hinzubekommen, stand all das hinter der Handlung, den Charakteren und – für mich am wichtigsten – der Liebesgeschichte und sexuellen Spannung in den Büchern zurück.

Wo verstecken Sie sich, um diese heißen Liebesszenen zu schreiben?

In meiner Autorenhöhle! Ich habe ein kleines, friedliches Büro ganz für mich alleine, wo ich schreiben kann, ohne gestört zu werden.

Im April 2012 wird „Der Traum des Satyrs“ (Dane) in Deutschland erscheinen. Könnten Sie uns ein wenig darüber erzählen?

Mit Dane beginnt die neue Trilogie der Satyr-Lords, die in Rom leben. Anders als die Satyre in der Toskana wurden diese römischen Brüder in der Anderswelt geboren. Als sie jung waren, wurden ihre archäologisch interessierten Eltern von der Regierung der Anderswelt durch das Tor geschickt. Es ist ihre Pflicht, die Artefakte auf dem Forum Romanum zu entdecken und die zu bewachen, die von Kreaturen ihrer Heimatwelt erschaffen wurden. Wegen ihrer übernatürlichen Eigenschaften dürfen diese Artefakte nicht in die Hände von Menschen fallen.

In den USA wird „Sevin“ im April 2012 erscheinen. Worauf dürfen wir uns freuen?

Frauen sind Sevin immer nachgelaufen und er ist außerordentlich erfolgreich im Geschäft. Als er erst 18 Jahre alt war, hat er den Salon di Passione erbaut, ein erstklassiges Bordell und „Entertainment Haus“, das nur für Kreaturen der Anderswelt da ist. Menschen sind nicht erlaubt. Das Gebäude wird von einem magischen Schleier versteckt, und man kann nur auf Einladung Mitglied werden.

Sein jüngster Bruder Lucien (Luc) wurde während einer langen Gefangenschaft zutiefst verletzt, besitzt aber auch immense psychische Kräfte und unbekannte Stärke. Sevin wacht über ihn.

In diesem Buch finden beide Brüder die Liebe. Sevins heißt Alexa, die Todfeindin seiner Familie. Lucs ist seine Heilerin, eine Frau, die ein Jahrzehnt älter ist als er und die im Geheimen damit beauftragt wurde herauszufinden, was er über ein mögliches zweites Tor zwischen den Welten weiß.

Wie schwer war es, den Stammbaum auf Ihrer Homepage richtig hinzubekommen?

Ich führe eine „Lords of Satyr“-Bibel mit den Basisstatistiken und wichtigen Informationen über die Charaktere. Nach jedem Buch mache ich ein Update. Daher war es ziemlich einfach, die Namen und Daten für die zwei „Lords of Satyr“-Stammbäume zusammenzuführen. Die Stammbäume werden das erste Mal in „Bastian“ abgedruckt und in „Sevin“ aktualisiert.

Der eine Stammbaum beinhaltet die Satyr-Familie in der Toskana. Der zweite zeigt die Satyr-Familie in Rom. Die beiden Familien haben in den Reihen bisher noch nicht miteinander zu tun gehabt.

Erhalten Sie Fanpost von deutschen Fans?

Mitunter ja, was wundervoll ist. Ich habe auch E-Mails von einigen netten Bloggern erhalten. So wie Ihnen! Und ich habe Kris vom deutschen „LoveLetter“-Magazin auf einer RWA (Romance Writers of America) Konferenz vor ungefähr anderthalb Jahren getroffen. Sie war so nett, einen kleinen Artikel über „Der Traum des Satyrs“ (Dominic) in der Januar-Ausgabe zu veröffentlichen. Eine sehr nette Frau.

Werden Sie eine neue Reihe schreiben? Was für ein Thema interessiert Sie am meisten?

Ich arbeite derzeit an einer neuen, sexy Steampunk-Fantasy-Liebesromanserie. Ich habe sie noch nicht an einen Verlag geschickt, weil sie noch nicht fertig ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich freue mich auf Ihr nächstes Buch.

Danke, Julia. Großartige Fragen! Die Leser können englische Ausschnitte und Cover auf meiner Homepage finden.

Das englische Original-Interview ist hier zu finden.

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