Kompakt

Die herrlichen Zeichnungen und die packende Story machen diese Reihe zu einem wahren Augenschmaus und einem Genuss. Hier sollten nicht nur Fans von Dystopien zugreifen, denn die beiden Macher zeigen, dass auch der deutsche Comicmarkt einiges zu bieten hat.

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Thomas von Kummant / Benjamin von Eckartsberg – Gung Ho, Band 2
Autor Benjamin von Eckartsberg
Illustration Thomas von Kummant
Verlag Cross Cult
Erschienen Juni 2015
ISBN 978-3-86425-386-7
Seitenanzahl 80 Seiten
Altersgruppe Ab 14 Jahren

Zur Leseprobe.

Inhalt

Es wird gefährlicher für die Jugendlichen und Fort Apache, die befestigte Siedlung, in der sie leben, denn die Weiße Plage wird immer mutiger. Der neue Trainer und seine Tochter Yuki berichten, als sie die Siedlung erreichen, dass der Versorgungszug, mit dem sie unterwegs waren, überfallen wurde. Kurz darauf beginnt Zack, sich für Yuki zu interessieren, was von den anderen Jungs und auch dem Mädchen, das bisher seine Nummer Eins gewesen ist, nicht besonders gut aufgenommen wird …

Stil

Die Geschichte von Benjamin von Eckartsberg bietet alles, was sich ein jugendlicher und auch ein erwachsener Leser wünschen könnte: ein wenig Romantik, eine gefährliche Rasse, die die Menschen angreift, freche Dialoge und viel Action. In filmischer Sequenz fliegt man förmlich mit den Augen über die Seiten, um die Handlung rasch mitverfolgen zu können, reißt sich dann aber immer wieder selbst am Riemen, um die herrlichen Zeichnungen genauer würdigen zu können.

Denn Thomas von Kummant hat hier ganze Arbeit geleistet. Die Farbgebung ist atemberaubend schön. Pusteblumen füllen die Wiesen, wiegende Gräser und fast golden wirkende Bäume säumen die Landschaft, in der es schon mal ordentlich zur Sache gehen kann. Die Jugendlichen und die Erwachsenen sind nicht zimperlich, wenn es um den Kampf gegen die Weiße Plage geht. Da fließt das Blut, und die weißen, affenartigen Wesen stürzen sich auf die Menschen. Dabei driften die Bilder jedoch nie wirklich in Horror ab, denn dazu sind die Zeichnungen zu ansprechend. Gerne lässt man sich in die warme und angenehme Welt tragen, in der die Jugendlichen die Gefahr liebend gerne vergessen.

Wie in der Nacht üblich, gibt es in den Szenen, die Abends draußen spielen, weniger Einzelheiten. Der Himmel ist fast gleichbleibend, Details sind schwer zu erkennen, aber wenn man genauer hinsieht, kann man sie ausmachen. Dadurch will man den Band nach dem ersten Lesen am liebsten gleich noch mal zur Hand nehmen.

Obwohl die Actionszenen ohne Speedlines auskommen, sind sie perfekt choreografiert und vermitteln durch die in die Panels eingefügten Geräuschworte und fliegenden Haare gut, was gerade vor sich geht.

Die Dialoge sind pointiert und transportieren die wichtigen Informationen, die für das Verständnis notwendig sind. Die Panels werden nicht von schwarzen Rahmen umgeben, wodurch die Gestaltung der Seiten weicher wirkt und sie besser zu dem Gefühl eines Urlaubs im Süden passt, das die Jugendlichen wohl zwischendurch haben, wenn sie die Gefahr vergessen.

Die einzelnen Charaktere sind perfekt ausgearbeitet und jederzeit wiederzuerkennen. Am Ende folgt eine Vorschau auf Band 3.

Aufmachung

Das Titelbild des großformatigen Hardcovers ziert Yuki. Das Vorsatzpapier zeigt ein Karte des Abschnitts des Landes, in dem die Handlung spielt, und erklärt die wichtigsten Punkte. Auf der Rückseite befindet sich ein Bild aus dem Band und ein Zitat von Tanaka Hasegawa, dem neuen Trainer der Jugendlichen.

Reihenfolge

Band 1: Schwarze Schafe

Ähnliche Titel

„The Walking Dead“ (Robert Kirkman – Comic, TV-Serie); „Highschool of the Dead“ (Daisuke Sato / Shouji Sato – Manga, Anime); „Dark Love“ (Lia Habel – Roman)

Herzlichen Dank an Cross Cult für das Rezensionsexemplar.

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