Kompakt:

Die herrlich skurrilen Charaktere bringen so oft zum Lachen, dass man einfach immer weiter lesen möchte. Vor allem Harry erobert durch seine Lebenslust jedes Leserherz.
 

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Susanne Fuß – Driving Phil Clune
Autor Susanne Fuß
Verlag tredition
Erschienen April 2015
ISBN 978-3-7323-3459-9
Seitenanzahl 196 Seiten

Zur Leseprobe.

Inhalt

Berliner Taxifahrer Herbert Maletzke schlägt sich mit seiner Demenz kranken Mutter und seinem absolut ereignislosen Leben herum. Als sich sein Bruder Harry unerwartet in seinem Taxi einfindet, der gerade Freigang von der psychiatrischen Klinik in Hamburg hat, entwickelt sich alles etwas chaotischer als geplant. Eine Notlüge führt dazu, dass sich Harry als der berühmte US-Star Phil Clune ausgibt, wodurch Herbert auf einmal zusätzliche Einnahmen verbuchen kann, denn seine Taxi-Kollegen wollen alle den Schauspieler herumfahren und sind bereit, dafür zu zahlen. Allerdings wird es kompliziert, als der echte Phil Clune in Berlin auftaucht …

Stil und Charaktere

Susanne Fuß hat mit ihrem ersten Roman gleich einen absoluten Volltreffer gelandet. Nachdem man Zeuge von Herberts Ohnmacht gegenüber seinem langweiligen Leben und seiner Lustlosigkeit wurde, ist es sehr erfrischend zu lesen, wie raffiniert sich Harry durch das Leben schlängelt. Seine Lebenslust und sein unglaublicher Optimismus, der ihn immer wieder aus den abstrusesten Situationen rettet, ist einfach wunderbar.

Neben den Brüdern gibt es zahlreiche sehr farbenfroh gestaltete Figuren, die ebenfalls rasch ans Herz wachsen. Da Fuß die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, bekommt man als Leser einen Einblick in jeden Charakter und seine Gedanken, was zu unglaublich witzigen Episoden führt, wenn beispielsweise Herberts und Harrys Mutter Käthe mal wieder das Süßigkeitenfach plündert oder ihre unzähligen Fernbedienungen absichtlich durcheinander bringt.

Eingeflochten werden die realen Erzählungen von Tom Hanks, der von seinen Erlebnissen auf einer deutschen Autobahn berichtet, bei denen er mit der Geschwindigkeit kämpfen musste. Da Fuß ihren Roman darauf basieren lässt, ist es besonders lustig, sich Hanks‘ Ausführungen dazu anzusehen.

Der Roman liest sich ein wenig wie eine Komödie, mit der komplett die Pferde durchgegangen sind, was ihn so unglaublich kurzweilig und unterhaltsam macht. Hier kommen die verrücktesten Ideen zum Tragen, die aber zugleich so nachvollziehbar präsentiert werden, dass man sich tatsächlich vorstellen könnte, dass so etwas mit so skurrilen Figuren wirklich passieren könnte.

Jetzt fehlt nur noch eine Verfilmung, bei der mit Sicherheit auch der Kinosaal vor Lachen beben würde.

Aufmachung

Das Cover des Taschenbuchs zieht sich bis auf die Rückseite, auf der die Inhaltsangabe angebracht ist.

Herzlichen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.

Zur Blogtour zum Buch, die bis zum 6.6. läuft. Nächste Stationen sind:

02.06. Alexandra Schilref von Bücherstadtkurier spricht mit der Autorin in einem Interview

03.06. „Einmal die Jolie chauffieren!“ – mehr dazu von Bettina Schnerr auf Bleisatz

04.06. Auf Zwischenwort gibt es mehr Informationen zum Thema „Vom Drehbuch bis zum Roman“

05.06. Und zuletzt gibt es auf Literaturschock etwas mehr über Rollenbilder und Klischees.

Ab 06.06. Auslosung der GewinnerInnen

Zum Gewinnspiel zum Buch.

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