DoKomi2017-MesseEndlich mal hat es geklappt, dass ich an der DoKomi teilgenommen habe! Für alles gibt es ein erstes Mal.Die Fahrt war ziemlich lang, aber das Hotel Fischerhaus, an das sich das exzellente Restaurant Nöthel’s anschließt, war die Reise wirklich wert. Einmal dort zu essen, wo Bilder mit Dankesbekundungen der Landesregierung hängen – die Queen wurde vom Koch genauso bekocht wie Helmut Kohl –, war ein wahres Highlight.

DoKomi2017-Yaichino

Yaichino

Genauso auch das koreanische Essen, das am Freitagabend auf dem Programm stand, denn Düsseldorf hat eine wirklich beeindruckende Anzahl von asiatischen Lokalen, die ausgezeichnetes Essen servieren. Martina Peters und eine Reihe anderer Zeichner, u.a. Yaichino und Mokota, saßen mit am Tisch, was für genügend Unterhaltung sorgte, um den Abend bis in die späten Stunden auszudehnen.

Als Presse durfte ich am nächsten Tag eine halbe Stunde früher auf das Messegelände, wobei es bei den Absprachen zwischen den einzelnen Mitarbeitern noch etwas Nachholbedarf gab. Allerdings war es auch das erste Mal, dass sich die DoKomi in drei großen Messehallen befand, weshalb ich die Erlebnisse als Kinderkrankheiten abhake.

DoKomi2017-Itasha

Itasha-Ausstellung

Ein wirklicher Verbesserungsvorschlag wäre, die Händler von den Verlagen zu trennen. In Halle 14 gab es beides auf einen Haufen, so dass man als Besucher erstmal schauen musste, wo sich die einzelnen Stände befanden. Eine Beschilderung wie in Leipzig, in der die Gang-Buchstaben beispielsweise von der Decke herabhängen, hätte vor allem in der Halle mit den Zeichnern geholfen, denn es waren unglaubliche 500 Künstler und Modedesigner, die sich dort befanden. So kam es tatsächlich dazu, dass ich vor einem Stand in die Gegend starrte und unter einem wahren Informationsoverload litt, bis Martina Peters Bruder mir zuwinkte, der mir genau gegenüber stand. Erst da erkannte ich, dass ich die ganze Zeit vor ihnen gewesen war.

DoKomi2017-Just Dance 4

Just Dance 4

Die Games-Bereiche waren wunderbar! Ich habe gelernt, „Zelda – A Link to the Past“ in fünf Minuten durchzuspielen, mich in „Super Mario Kart 8“ mit anderen gemessen und die Tanzbewegungen einer ganzen Gruppe von Besuchern vor „Just Dance 4“ bewundert. davon konnte ich mich ja fast nicht mehr lösen, weil es so viel Spaß gemacht hat zuzusehen – und auch mitzumachen, wie die vielen Tänzer bewiesen, die nicht einmal einen Controller in der Hand hatten.

Das Japanese Food Festival im Innenhof zwischen den Hallen bot japanische Köstlichkeiten an, dank denen sich die Besucher wirklich satt essen konnten.

In der Halle gab es auch eine „Itasha“-Ausstellung zu sehen, bei der Fans ihre Autos mit ihren Lieblingsanime verzieren lassen. Diese Kunstwerke wurden natürlich häufig geknipst, genauso wie mit dazu passenden Cosplayern abgelichtet. Für letztere fand dann natürlich auch noch ein Cosplaywettbewerb der Deutschen Cosplaymeisterschaft statt.

DoKomi2017-WeiblicherEdwardScheren

Edward mit den Scherenhänden in weiblicher Version

Auch auf der Hauptbühne war einiges los, so dass ich unter anderem ein „Dance Off“ bewundern konnte, bei der verschiedene Tanzgruppen in unterschiedlichen Stilen gegeneinander antraten – und ihre Sache dabei sehr gut machten –, und mich auch über Serenatas Umsetzung von „Detektiv Conan“ als Musical mit „Der Fluch der Blauregeninsel“ freuen konnte. Die Darsteller von Shinichi, Ran und allen voran Vermouth waren wirkliche Gesangstalente und konnten vollständig überzeugen.

Zusätzlich gab es diverse Workshops zum Schreiben, Cosplayen und allem, was der Fan so braucht.

Das Schönste an Messen und Conventions ist ja immer, wenn man alte Bekannte und neue Gesichter wieder trifft bzw. kennenlernt, womit auch die DoKomi für mich wieder punkten konnte. Das Gelände war ein Traum, die Verteilung der Stände und die Klimatisierung grandios und sobald ein wenig Routine in den Umgang mit Presse-Akkreditierungen und den Aufbau von Händler-/Verlagsständen gekommen ist, wird sich diese Messe bestimmt im schönen Düsseldorf noch viele Jahre halten!

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