Hier geht's lang zum Comicfestival 2015

Ab zum Comicfestival! In der U-Bahn erfährt man sofort, wo es langgeht

Auch heute gab es wieder eine ganze Reihe von tollen Vorträgen, so dass es schwer fiel, sich für eine der vielen Locations zu entscheiden, an denen die zahlreichen Stars aus der Comicszene Einblick in ihr Können und ihr Wissen gegeben haben.

Björn Hammel und Lukas Wilde 2015

Björn Hammel und Lukas Wilde

Den Anfang machte der geniale Paul Gravett, dessen einfühlsame und kenntnisreiche Gesprächsführung mit Posy Simmonds und Barbara Yelin einen großartigen Einblick in deren Werke gab. Vor allem die deutsche Barbara Yelin beeindruckte mit ihren Werken „Gift“ um die Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried und ihrem neuesten, „Irmina“, das auf der Lebensgeschichte ihrer Großmutter basiert.

Danach ging es weiter mit einem äußerst spannenden Vortrag über „Webcomics“ durch Lukas Wilde und Björn Hammel. Die beiden stellten eine Vielzahl von Comicarten und Umsetzungen vor, die den Zuhörern manchmal die Kinnlade herunterklappen ließen. Was für eine Fundgrube doch das Internet sein kann! Animationen in Comics, verschiedene Auswahlmöglichkeiten, endlos lange Seiten … Die Verwendung des Internets hat dem Comic tatsächlich noch eine neue Dimension verliehen.

Martina Peters, Wolfgang J. Fuchs, David Füleki 2015

Martina Peters, Wolfgang J. Fuchs, David Füleki

Das Gespräch zwischen Wolfgang J. Fuchs, Martina Peters und David Füleki begann gleich im Anschluss mit dem Thema „Deutsche Manga“. Die beiden Mangaka/Comiczeichner berichteten über ihre Arbeit, ihre Sicht auf den deutschen Comicmarkt und die Unterschiede zwischen Manga und Comic aus ihrer Sicht. Daraus entspann sich fast eine Diskussion gegen Ende, der durch die Uhrzeit ein Ende gemacht wurde. Allerdings konnte man davor noch einigen faszinierenden Beiträgen von Füleki lauschen, der ein ungeheures Wissen über Comics besitzt, bei dem es Spaß macht, durch das Zuhören etwas zu lernen.

Bei mir standen danach nur noch Interviewtermine an, bei denen sich eine unerwartete Zusammenarbeit ergab. Als Eddie Campbell und ich nämlich zu dem Zimmer gingen, das uns für das Interview zur Verfügung gestellt worden war, stellte sich heraus, dass dort die Leute von Splashcomics ihre Kameras und ihren Greenscreen untergebracht hatten. Bernd Glasstetter bot spontan an, dass ich Eddie Campbell vor dem Greenscreen interviewen könnte. Also dürft Ihr Euch demnächst auf ein Video-Interview freuen, eine große Premiere hier bei Lazy Literature!

Damit ging der Tag dann wieder zu Ende – natürlich auch noch ein bisschen eingekauft und neue Rezensionsexemplare eingepackt, damit Ihr auch etwas davon habt –, und jetzt genieße ich ein wenig das Regenwetter, das die heiße Luft hier in München abkühlt. 🙂

Morgen geht es ein letztes Mal in die Landeshauptstadt …

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