Schneeverwehungen am Auto

Wetterbedingtes Chaos sorgte dafür, dass am Wochenende Ausnahmezustand in Leipzig herrscht. Nichtsdestotrotz ging der Samstag für mich schon früh los, weil die Signierstunde mit Mika Yamamori, von der ich ein Shikishi – ein vorgezeichnetes Blatt für Unterschriften – gewonnen hatte, anstand. Die Zeichnerin war, wie schon gestern bemerkt, unglaublich freundlich und nett.

Danach ging es runter zum Anime-Kino, wo „Sword Art Online – Ordinal Scale“ lief, das ich mir zwar am Donnerstag gekauft hatte, das ich mir aber unbedingt noch mal im großen Saal ansehen wollte. Da es sich mit unserem Mittagessen überschnitt, ging ich aber vor dem Ende, das ich mir zu Hause in Ruhe noch mal ansehen werde. Es war genug, um sich wieder Hunger auf mehr zu holen.

Es folgte das Speeddating für Übersetzer im Übersetzerforum, unter dem ich mir aber etwas anderes vorgestellt hatte, da es angepriesen wurde damit, wie man Lektoren in fünf Minuten von einem Projekt überzeugt. Es waren fünf Übersetzer anwesend, die ihre Herzensprojekte danach zwei Lektoren vom Hanser- und vom Piper-Verlag vorstellten. Das erste fand ich sehr spannend, denn es ging um einen Jungen in der Steppe, der nach dem Zweiten Weltkrieg einen japanischen Kriegsgefangenen kennen lernt, der Arzt ist. Es gab eine Storyline über eine ausbrechende Krankheit dort und dass die Kinder der Siedlung immer auf der Suche nach Hitler sind, der sich angeblich in der Steppe versteckt hält. Es klang so interessant, dass ich gerne mehr erfahren hätte, aber da das Buch in kyrillisch geschrieben ist, fällt eine weitere Lektüre wohl eher flach. Das zweite Projekt ging mehr in die surrealistische Richtung, womit ich beschloss, dass es an der Zeit war, sich weiteren Themen zuzuwenden.

Zurück in Halle 1 fand eine Präsentation der ersten Staffel und der OVA von „Tales of Zestiria“ statt. Da ich seit kurzem – und dank „Tales of Symphonia“ – ein Faible für die „Tales of“-Serie entwickelt habe und sie inzwischen 20jähriges Jubiläum feiert, musste ich mir da einen Blick gönnen. Es sah sehr toll aus, und ich bin neugierig, ob die Geschichte das hält, was die Zeichnungen schon mal versprechen.

Daran anschließend folgte der „Höhepunkt“ des Abends, denn Desasterotik berichtete von desaströsen erotischen Szenen, genau nach dem Motto seines Twitterkanals: „Echte Erotikliteratur, bei der sich Eierstöcke verknoten, Testikel auswandern und das Hirn stirbt.“ Schallendes Gelächter und Johlen begleitete seinen Vortrag und uns hinein in den Abend, der einen schneereichen und spannenden vorletzten Messetag abschloss.

Nun geht es in den letzten Tag hinein mit zwei Terminen, die ich mir schon mal vorgemerkt habe.

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