Wie bereits gestern angekündigt hatte ich nach dem Donnerstag ein volles Programm am Freitag. Donnerstags habe ich noch die Stände unsicher gemacht und eingekauft, damit ich danach nicht mehr so viel Stress habe.

Blöderweise gibt es ja in dem Manga „UQ Holder“ mehrere Andeutungen zur Vorgeschichte „Magister Negi Magi“. Also werfe ich derzeit einen Blick auf die alten Serien, die ich damals abgebrochen hatte wegen weniger Interesse, erzwungener Entscheidung zwischen zwei Serien (z.B. „One Piece“ und „Naruto“, die ziemlich zeitgleich erschienen, so dass ich jetzt mit den Massiv-Bänden von „Naruto“ erneut in die Geschichte einsteige) oder anderen Gründen. Dazu gehörte dann auch vom selben Zeichner „Love Hina“, das es als Komplettreihe ebenfalls zu kaufen gibt auf der Messe – jetzt bei einem Stand nicht mehr, denn eine Reihe gehört mir. 🙂

Der Stand von altraverse, noch ohne Merchandise und Manga

Nach einem Treffen mit einer Freundin in der Früh ging es gleich zum altraverse-Stand, wo man an einem „Kakegurui“-Spiel teilnehmen konnte. Nachdem ich mir als Vorbereitung zur Messe den Anime auf Netflix angesehen hatte, musste ich da natürlich mitmachen. Es ging um das – den Zuschauern bekannte – erste Spiel in der Serie: Schere, Stein, Papier. Wie im Anime zog man drei Karten aus einem wilden Mix der drei Symbole und spielte dann gegen einen Mitarbeiter am Stand um einen Dreiersatz des Kartenspiels und/oder ein doppelseitiges Poster. Da Lady Luck mir gewogen war, bin ich also jetzt Besitzerin der drei Karten und des Posters.

Weiter zur Q&A von Mika Yamamori, die als Ehrengast von KAZÉ eingeladen wurde. Die quirlige, für japanische Verhältnisse einigermaßen große Japanerin gab Einblick in ihre Arbeitsweise und beantwortete Fragen. Übersetzt wurden ihre und die Antworten ihrer Redakteurin Mariko Kono von Ichiro Mizutani, der einen sehr guten Job erledigte und gut zwischen beiden Sprachen wechselte. So erfuhren wir, dass sie aus einer Familie stammt, die ein Sushi-Lokal besitzt, und daher um ein Haar eine Karriere als Sushi-Kellnerin eingeschlagen hätte, wenn ihre Mutter ihr nicht empfohlen hätte, Mangaka zu werden. Sie war begeistert, dass sie gleich bei ihrem ersten Deutschlandbesuch so freudestrahlend von den Fans empfangen wurde. Ihren Arbeitsrhythmus verriet sie ebenfalls: Von 22 Uhr bis 2 Uhr früh schläft sie, danach arbeitet sie bis um 8 Uhr, zwischen 8 und 9 Uhr geht sie noch einmal schlafen und steht dann mittags auf, um bis 22 Uhr zu arbeiten. Abends gegen 19 Uhr wird gegessen, und von 13 bis 21 Uhr kommen ihre Assistentinnen vorbei.
Für sie hat eine starke Protagonistin, von der es in ihren Serien nur so wimmelt, ein starkes Ich und lässt sich weniger von außen beeinflussen. Am Mangastil mag sie, dass er einfach niedlich ist und die Konzentration der Zeichnungen weniger auf der korrekten und realen Anatomie beruht, sondern die Linien eher niedlich gehalten sind.
Am Ende ließ sie noch eine Bombe platzen, denn sie bekundete Interesse daran, einen Boys Love-Manga zu zeichnen, was mit johlendem Beifall gefeiert wurde.

Danach folgten die ersten 12 Minuten der Vorgeschichte zu „No Game No Life“, deren erste Staffel ich mir zuletzt ebenfalls auf Netflix angesehen hatte. „No Game No Life Zero“ wartete mit einem ungeheuer bösen Cliffhanger auf, so dass die Neugier der Fans, die schon von dem frei verteilten Plakat zur Serie hingerissen waren, noch gesteigert wurde.

Mangazeichnerin Niloo beim Signieren

Mit zwei Bloggertreffen endete dann der Tag: KAZÉ verriet die neuen Titel aus dem Herbstprogramm und gab Hinweise darauf, welche Filme man sich als Blogger unbedingt ansehen sollte. Dort gab es auch schöne Wiedersehen mit Bloggern vom letzten Jahr, wie zum Beispiel Tiefseezeilen oder Larissa Liest. Und nach langer, langer Zeit fand endlich wieder ein Egmont-Bloggertreffen statt, bei dem auch die Zeichnerin Marika Herzog, die unter dem Namen Chasm „Whispering Blue“ herausbringen wird, und Niloo, die Zeichnerin von „Mein erstes Mal“, anwesend waren. Man konnte bei einem Spiel mit den „Match Me“-Karten, die den Bänden des Verlags manchmal beiliegen, spielen und einen Manga gewinnen. Dabei stand mir ebenfalls Lady Luck zur Seite, so dass ich „To your Eternity“ in den Händen halten konnte.

Heute steht ebenfalls wieder einiges auf dem Programm, also lasst euch überraschen, was euch morgen als Bericht erwartet!

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