Kompakt

Spannend geht es weiter in der mitreißenden Geschichte um die Entschlüsselung des Fragments, das Gabriel gefunden hat. Dazu kommt ein Wiedersehen mit Zelda.

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Originaltitel Hauteville House – 1. Destination Tulum
Autor Fred Duval
Illustration Thierry Gioux
Übersetzung Tobias Haßdenteufel
Verlag Finix Comics
Erschienen Juni 2012
ISBN 978-3-941236-68-4
Seitenanzahl 48 Seiten
Altersgruppe Ab 15 Jahren

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Inhalt

Während Gavroche den Archäologen Désiré aufsucht, der ihm bei der Entschlüsselung des Fragments helfen soll, erhält Églantine ihren ersten eigenen Außenauftrag. Leider muss Gavroche feststellen, dass er einen wichtigen Gegenstand aus Unwissenheit in die Hände der Kaisertreuen hat fallen lassen. So muss er sich mit anderen Mitteln behelfen. Ihr Weg führt sie tiefer in den Dschungel, auf die Fährte von Cortés und seinen Männern…

Stil

Bereits das erste Panel zeigt die Detailverliebtheit von Thierry Gioux mit einer Großansicht der taktischen Lufteinheit Santa Anna. Diese ist ein Zeppelin, bestehend aus zwei Luftbehältern, zwischen denen eine Kriegsmaschinerie sondergleichen hängt. Der Wechsel zu einer dramatischen Verfolgungsjagd von Gavroche durch eine Reihe von Reitern erhält durch eingefügte Geräuschworte und die Panels durchbrechende Gewehrsalven und Flammen eine wunderbare Untermalung. Die Actionszenen sind sehr blutig, weshalb die Altersfreigabe eingehalten werden sollte, zudem kommen sie so gut wie immer ohne Sprechblasen aus, was die Geschwindigkeit der Geschichte sehr erhöht.

Désiré, der Archäologe, besitzt ein ausgeklügeltes Versteck, aber auch das Hauptquartier zeigt sich von seiner besten Seite, indem die Datenbank vorgestellt wird, die Anfragen der Agenten bearbeitet. Das Rohrsystem erweist sich als sehr faszinierend, genauso wie die dahinter liegende riesige Bibliothek und Aktenablage, die das Herz jedes Recherchefreundes höher schlagen lassen wird.

Obwohl die Panels durch weiße Stege voneinander abgesetzt sind, gibt es auch einige, in denen die Bilder großflächig über die Seite verteilt sind und kleinere Bilder hineingesetzt wurden. Die Wechsel zwischen den einzelnen Episoden müssen vom Leser selbst erkannt werden, da es keinerlei Hinweis gibt. Meist finden sie zu Beginn einer neuen Seite statt, aber der Leser muss erst sehen, welche Charaktere sich gerade unterhalten, um zu wissen, wo er sich befindet.

Eine kleine Schwachstelle sind die Figuren, deren Gesichter manchmal seltsam schräg wirken und deren Körper vor allem auf die Ferne gesehen falsch proportioniert sind. Das bügelt Gioux allerdings durch seine großformatigen Gesichter wieder aus, die ihm sehr gut gelingen. Hierbei erweist sich jede Figur als einzigartig und leicht wiederzuerkennen.

Aufmachung

Das DIN A4-Hardcover ist sehr gut verarbeitet und beeindruckt durch die Zeichnung auf dem Cover. Die Rückseite enthält eine sehr ausführliche Vorstellung des Inhalts. Das Vorsatzpapier zeigt die Tore von Hauteville House, während sich vor dem eigentlichen Comic noch eine Liste der gesamten Titel der Reihe befindet.

Ähnliche Titel

Steam Noir (Comic); Books & Braun (Roman); „Die Eiserne See“-Serie von Meljean Brook (Roman); Der Weg nach Eldorado (Film)

Herzlichen Dank an den Finix Comics-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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